Verhütung und Langzeit-Sicherheit

Der weibliche Zyklus wird durch vier Hormone bestimmt. An der Gebärmutter wirken das Östrogen und das Gestagen. Östrogen steuert den Aufbau der Gebärmutter­schleimhaut und Gestagen bereitet die Gebärmutter­schleimhaut auf die Einnistung der Eizelle vor. Diese beiden Hormone sind einzeln oder in Kombination die Wirk­substanzen der meisten Verhütungs­mittel. 

  • Pillen

    Die Pille

    Die Pille ist die am häufigsten verwendete Verhütungs­methode in Deutschland. Die Pille enthält eine Mischung aus den Hormonen Gelbkörper­hormon und Östregen. Die regel­mäßige Einnahme der Pille verhindert den Eisprung und damit eine Schwangerschaft.

    Eine fehlerlose Anwendung der Pille führt zu einer hohen Sicherheit.

    Folgende Pillenarten werden verwendet:
    - Mikro Pille = "Normale Pille"
    - Ein-Phasen-Pille = "Mini Pille"
    - Sequenz- und Dreistufenpräparate

    Wichtig!
    Die Pille schützt nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten. Deshalb sollte die Pille immer in Kombination mit einem Kondom verwendet werden.

    Die Pille kann zusätzlichen Nutzen für Sie haben
    - Abschwächung des Blutung
    - Abschwächung der Regelschmerzen
    - Verringerung des Prämensturellen Syndroms
    - Abschwächen von Depressionen

  • Hormonspirale

    Suchen Sie eine langfristige Verhütungsmethode mit hohem Empfängnisschutz? Dann sollten Sie die Hormonspirale in Betracht ziehen. Die Hormonspirale beruht auf der Kombination von Spirale und dem Hormon Gestagen.

    Anwendung
    Es handelt sich einem Kunststoffzylinder, der das Hormon Gestagen enthält. Dieser Hormonzylinder ist an einem elastischen Kunststoff-T fixiert, das für einen sicheren Halt in der Gebärmutter sorgt. Die Hormon­spirale wird vom Arzt in die Gebärmutter eingelegt. Nach der Einlage wird das Hormon gleichmäßig abgegeben.

    Die Hormonspirale ist nicht spürbar und gewährt vom ersten Tag an eine sehr hohe empfängnisverhütende Sicherheit. Die Spirale hat einen Wirkungszeitraum von 5 Jahren. Regelmäßige Kontroll­besuche beim Arzt sind erforderlich, damit der richtige Sitz der Spirale sichergestellt wird.

    Wirkung
    Die Spirale wird direkt in die Gebärmutter platziert und verhindert die Einnistung von befruchteten Eizellen. Das Hormon Gestagen führt zur Verdickung des Schleims am Gebärmutter­eingang. Der Weg der Spermien ist so blockiert.

    Nachteile:
    - Anfangs Zyklusunregelmäßigkeiten
    - Regelmäßige Ultraschallkontrollen empfohlen

    Vorteile:
    - Wirksamer Empfängnisschutz für fünf Jahre
    - Sehr sichere Methode
    - Bei Östrogen-Unverträglichkeit geeignet
    - Kein Wirkverlust bei Erbrechen oder Durchfall
    - Viele Patientinnen haben während der Anwendung keine Monatsblutungen mehr

  • Kupferspirale

    Es handelt sich um ein aus Kunststoff geformtes T. Das Mittelstück ist mit einem Kupferdraht umwickelt.
    Die Spirale wird vom Arzt in die Gebärmutter eingelegt. Die Spirale muss alle 5 Jahre gewechselt werden. Sono­graphische Kontrollen sind alle 6 Monate empfohlen.

    Vorteile:
    - Die Spirale setzt keine Hormone frei.
    - Kein Wirkverlust bei Erbrechen oder Durchfall

  • GoldLuna - hormonfreies Intrauterinpessar (IUP)

    tl_files/dr-schmid/Leistungen/logo-goldluna.jpgGOLDLUNA
    Die neuartige Spirale mit der Wirksamkeit echten Goldes

    Was ist GOLDLUNA?
    GoldLuna  ist ein neuartiges hormonfreies Intrauterinpessar (IUP), das wegen seines doppelten Empfängnisschutzes zu den zuverlässigsten Spiralen der Welt zählt.
    GoldLuna besteht aus einem flexiblen, lilienförmigen Polyethylenrahmen, aus reinem Kupfer und 18 Karat Gold. Neben der üblichen mechanischen Wirkungsweise wirkt GoldLuna durch den mikrogalvanischen Effekt beider Metalle.
    GoldLuna senkt durch die freigesetzten Gold- und Kupferionen das Risiko von Entzündungsreaktionen.
    GoldLuna vermeidet durch die Hormonfreiheit die typischen Risiken der hormonellen Langzeitverhütung, wie z.B. zelluläre Veränderungen an Brust und Eierstöcken, Gefäßkrankheiten (Thromboembolien) und kardiovaskuläre Erkrankungen.
    GoldLuna wird als Gold- Kupfer- Spirale von Ihrer Frauenärztin/Ihrem Frauenarzt direkt in die Gebärmutterhöhle eingelegt und bietet Ihnen fünf Jahre schonende und sichere Empfängnisverhütung.

    Für wen ist GOLDLUNA geeignet?
    GoldLuna eignet sich für alle Frauen, die sich eine unkomplizierte und hormonfreie Methode der Empfängnisverhütung über mehrere Jahre wünschen:
    -    Frauen, die in nächster Zeit keine Schwangerschaft planen oder die Familienplanung abgeschlossen haben
    -    Frauen, die auf Grund ihrer Lebenssituation nicht täglich an die Verhütung denken möchten.
    -    Frauen, die häufig Beschwerden mit Unterleibsinfektionen haben, z.B. Blasenentzündung.
    -    Frauen, die als Diabetikerinnen und Raucherinnen hormonfrei verhüten möchten oder müssen.
    -    Junge Mütter, die sorgenfrei stillen möchten.
     
    GoldLuna ist eine der kostengünstigsten Verhütungsmethoden!
     
    Wie wirkt GOLDLUNA?
    Die GoldLuna Spirale bietet Ihnen eine Zuverlässigkeit, die sonst nur von hormonhaltigen Verhütungsmitteln erreicht wird. 18 Karat Gold und reines Kupfer bilden die Basis für die Qualität dieser Spirale. Durch das Zusammenwirken von Gold und Kupfer findet ein Ionenaustausch statt, der die einzigartigen Vorteile von Goldluna ausmacht:
    1. Zuverlässiges Behindern der Spermien durch das Zusammenwirken galvanischer Elemente mit dem Gebärmuttersekret.
    2. Geringere Gefahr von Irritationen und Entzündungen während und nach dem Einsetzen durch die bakterizide und fungizide Wirkung der freiwerdenden Ionen.
    3. Konstante Wirksamkeit über einen langen Zeitraum. Im Gegensatz zu reinen Kupferspiralen (zunehmende Brüchigkeit) findet aufgrund des hohen Goldanteils keine Korrosion statt.

    Sanfte Verhütung mit GOLDLUNA!
    Die GoldLuna Spirale gibt es in zwei unterschiedlichen Größen. Ihr Arzt wählt die geeignete Größe für Sie aus.
    Neue Studien belegen, dass Gold-Kupfer IUPS vor HPV Infektionen und Gebärmutterhalskrebs schützen.

    Wegen des speziell gestalteten, sanften Polyethylenrahmens ist das Einsetzen und die Entfernung durch Ihren Arzt problemlos.
    Die verhütende Wirkung beginnt unmittelbar nach dem Einsetzen.
    Die Fruchtbarkeit ist nach dem Entfernen der Spirale sofort wieder hergestellt.

    Der „Pearl Index“ liegt im Bereich der hormonellen Verhütung.

    Weiterer Informationen finden Sie in dieser Broschüre "GOLDLUNA" - gerne beraten wir Sie auch in unserer Praxis.

  • Kupferbändchen GyneFix®

    tl_files/dr-schmid/Leistungen/gynefix-logo.jpgGynefix® – Unbeschwerte Langzeitverhütung ohne Hormone

    Was ist GyneFix®?
    Die Kupferkette GyneFix® ist eine innovative Verhütungsmethode, die in die Gebärmutter eingesetzt wird und völlig ohne Hormone funktioniert. Durch ihre flexible Form ist sie gut verträglich und bietet zudem eine sichere Alternative zur hormonellen Verhütung. GyneFix® bietet einen langfristigen Verhütungsschutz.

    Sicherheit
    GyneFix® zeichnet sich mit einem Pearl- Index von 0,1 – 0,5 durch eine hohe Verhütungssicherheit aus.

    Wirkungsweise der GyneFix®
    Die Wirkungsweise der GyneFix® basiert auf der Freisetzung von Kupferionen, die die Beweglichkeit der männlichen Spermien einschränken. Zudem verhindert die Kupferkette GyneFix® die Einnistung der Eizelle in die Gebärmutter. GyneFix® funktioniert völlig ohne Hormone, so dass der natürliche Zyklus erhalten bleibt.

    Einlage und Entfernen
    GyneFix® wird vom Frauenarzt in die Gebärmutter eingesetzt und mit einem speziellen Knoten im Muskelgewebe der Gebärmutter verankert. Durch den Rückholfaden kann GyneFix® von Ihrem Arzt ganz einfach wieder entfernt werden.

    Verhütungsschutz bis zu 5 Jahre
    GyneFix® ist ideal zur Langzeitverhütung und bietet dabei einen zuverlässigen Verhütungsschutz bis zu 5 Jahre, ohne täglich daran denken zu müssen. Der hohe Verhütungsschutz ist mit GyneFix® ab dem Tag der Einlage bis zur Entfernung gewährleistet. GyneFix® ist vergleichsweise klein und zeichnet sich durch eine sehr gute Verträglichkeit aus. Auf Grund ihrer geringen Größe ist GyneFix® auch als Verhütungsmethode für junge Frauen geeignet.


    Für wen ist GyneFix® geeignet?
    GyneFix® eignet sich aufgrund ihrer guten Verträglichkeit für nahezu alle Frauen, unter anderem für Frauen, die
    -    eine sehr sichere Verhütungsmethode suchen
    -    langfristig verhüten wollen
    -    nicht hormonell verhüten wollen
    -    unter Hormon- Unverträglichkeit leiden
    -    während der Stillzeit sorgenfrei verhüten möchten
    -    eine flexible Verhütungsmethode suchen, die bei Kinderwunsch problemlos abgesetzt werden kann
    -    noch sehr jung sind und noch keine Kinder geboren haben
    -    sich in den Wechseljahren befinden

    Die Verhütung mit GyneFix® eignet sich nicht für Frauen mit einer Kupferspeicherkrankheit oder einer Kupferallergie.

    Vorteile GyneFix®
    -    Sehr hohe Verhütungssicherheit, keine Gefahr von Anwendungs- oder Einnahmefehlern
    -    Langfristige und unkomplizierten Verhütungsmethode, die jederzeit entfernt werden kann
    -    Natürlicher Zyklus bleibt erhalten
    -    Das sexuelle Lustempfinden und die Körperwahrnehmung werden nicht beeinträchtigt
    -    Hohe Verträglichkeit, da GyneFix® klein ist und ohne Hormone wirkt
    -    Eignet sich für Frauen in allen Lebensphasen
    -    Kann auch als Notfallverhütung eingesetzt werden

  • Hormonimplantat

    Anwendung
    Es handelt sich um ein nur 4 cm langes und 2 mm dickes Kunststoffstäbchen, welches vom Arzt einmalig direkt unter die Oberarmhaut gelegt wird. Eingelegt wird das Stäbchen unter die Haut auf der Innenseite des Oberarms, wo es dann bis zu drei Jahre sicher schützt.

    Wirkung
    Das Stäbchen gibt kontinuierlich geringe Mengen des Gelbkörperhormons (Gestagen) in die Blutbahn ab. Die Wirkung beruht auf einem mehrfachen Wirkprinzip:
    - der Eisprung wird unterdrückt
    - Schleim im Gebärmutterhals wird so verdickt, dass Spermien nur schwer oder gar nicht durchkommen
    - Einnistung in die Gebärmutterschleimhaut ist nicht mehr möglich

    Nachteile
    - Änderung des Blutungsmusters

    Vorteile
    - Bis zu drei Jahre Empfängnisschutz
    - Sehr sichere Methode
    - Geringe Hormondosis
    - Bei Östrogen-Unverträglichkeit geeignet
    - Viele Patientinnen haben während der Anwendung keine Monatsblutungen mehr
    - Kein Wirkungsverlust bei Erbrechen oder Durchfall

  • Hormonring

    Anwendung
    Es handelt sich um einen ca. 5 cm messenden Kunststoff­ring, der einmal im Monat von der Anwenderin selbst wie ein Tampon in die Scheide eingeführt wird. Nach drei Wochen wird der Ring entfernt. In die Pausenwoche kommt er zur Monatsblutung.

    Wirkung
    Der Ring verhindert wie die Pille durch die Freisetzung von Hormonen (Östrogen und Gestagen) den Eisprung.

    Vorteile
    - Anwendung nur einmal im Monat
    - Einfach anzuwenden wie ein Tampon
    - Sehr stabiler Zyklus
    - Kein Wirkungsverlust bei Erbrechen oder Durchfall

    Nachteile
    - Wie bei der herkömmlichen Pille: nicht geeignet für Raucherinnen über 35 Jahre, bei hohem Blutdruck, Thrombose­neigung und Leber­erkrankungen

  • Hormonpflaster - Evra

    HormonpflasterDas Hormonpflaster ist ein dünnes, beigefarbenes 4,5 x 4,5 cm großes viereckiges Pflaster.

    Wirkung
    Es werden Hormone (Östrogen und Gelbkörperhormon) über die Haut zur Schwangerschafts­verhütung direkt an den Blut­kreislauf abgegeben. Es wird drei Wochen hinter­einander für jeweils 7 Tage auf die Haut geklebt, die vierte Woche ist pflasterfrei.
    Das Hormonpflaster gibt über die Haut 7 Tage lang Hormone zur Schwangerschaftsverhütung an den Blutkreislauf ab. Es umgeht daher Magen und Darm.

    Vorteile
    - Keine Wirkungsverlust bei Erbrechen oder Durchfall
    - Keine täglich Hormoneinnahme

    Nachteile
    - Sichtbare Verhütung

  • Sterilisierung

    Prinzip der chemischen Verhütungsmittel: Inaktivierung der Spermien durch chemische Substanzen. Sie haben die Auswahl aus vielfältigen Formen: als Salben, Gels, Schaum, Vaginalzäpfchen uvm..

    Die Sterilisation ist bei endgültig abgeschlossener Familien­planung eine sinnvolle Möglichkeit. Sie kann kaum rück­gängig gemacht werden.

    Die Sterilisation ist ein operativer Eingriff. Durch die Unter­brechung (Unterbindung, Verschmelzung, Klipp oder Durchtrennung) der Eileiter sind Samen­zellen und Eizellen getrennt. Die Operation wird in Voll­narkose durchgeführt. Gesunde Patientinnen können 4 bis 5 Stunden nach dem Eingriff wieder nach Hause gehen (ambulanter Eingriff).

    Der Eingriff ist nur sehr schwierig rückgängig zu machen. Die Familien­planung sollte 100% abgeschlossen sein.

    Die Sterilisation ist eine sehr sichere Verhütungs­methode, nur in einem von ca. 425 Fällen kommt es trotz Sterilisation zu einer Schwangerschaft. Die Gefahr einer Eileiter- oder Bauchhöhlen­schwangerschaft ist leicht erhöht. Außer der Sterilisation der Frau ist auch eine Sterilisation des Mannes möglich, wobei der Samenleiter durchtrennt wird.

     

  • Chemische Verhütungsmittel

    Portiokappe
    Die Portiokappe ist eine Gummikappe, die vom Arzt oder von der Frau selber nach der Menstruation über den Mutter­mund gestülpt wird und dort bis zur nächsten Menstruations­blutung liegen bleibt. Sie soll so verhindern, dass die Spermien die Gebärmutter erreichen. Da sie sich am Mutter­mund festsaugt, kann sie nicht verrutschen.

    Vorteile
    - Es besteht kein Gesundheitsrisiko für die Frau.
    - Die Manipulationen sind unabhängig vom Zeitpunkt des Geschlechts­verkehrs, da die Portiokappe ca. 3 Wochen liegen bleibt.
    - Auch die Portiokappe bietet einen gewissen Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten.

    Nachteile
    - Bei ca. der Hälfte der Frauen muss die Einlage durch den Arzt erfolgen.
    - Mit einem Pearl-Index von 7 ist diese Methode relativ unsicher.

    Kondom
    Es verhindert den Kontakt von Samenzellen und Eizelle. Weiter schützt es vor sexuell übertragbaren Erkrankungen. Richtig angewendet, ist das Kondom ein sehr sicheres Verhütungsmittel.

    Vorteile
    Es besteht ein hoher Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten.

    Nachteile
    - Das Kondom kann unter Umständen reißen.
    - Anwendung während des Geschlechtsaktes wird als störend empfunden.
    - Beim Mann kann das sexuelle Empfinden gestört sein.

    Prinzip der chemischen Verhütungsmittel: Inaktivierung der Spermien durch chemische Substanzen. Sie haben die Auswahl aus vielfältigen Formen: als Salben, Gels, Schaum, Vaginalzäpfchen uvm..

    Anwendung
    Die Mittel werden ca. 10 Minuten vor dem Geschlechts­verkehr in die Scheide eingebracht und sind ca. 60 Minuten wirksam.

    Vorteile
    - Das Mittel wirkt nur in der Scheide und wird nur sehr geringfügig in den Blut­kreislauf aufgenommen.
    - Man braucht das Mittel nur anwenden, wenn wirklich Schutz notwendig ist.
    - Die chemischen Substanzen wirken auf verschiedene Krankheits­erreger abtötend.

    Nachteile
    - Es können eventuell allergische Reaktionen oder Un­verträglich­keit auftreten, in manchen Fällen klagt die Frau über Wärmegefühl.
    - Es ist immer eine Manipulation vor/während des Geschlechts­aktes erforderlich.

     

  • Mechanische Methoden

    Portiokappe
    Die Portiokappe ist eine Gummikappe, die vom Arzt oder von der Frau selber nach der Menstruation über den Mutter­mund gestülpt wird und dort bis zur nächsten Menstruations­blutung liegen bleibt. Sie soll so verhindern, dass die Spermien die Gebärmutter erreichen. Da sie sich am Mutter­mund festsaugt, kann sie nicht verrutschen.

    Vorteile
    - Es besteht kein Gesundheitsrisiko für die Frau.
    - Die Manipulationen sind unabhängig vom Zeitpunkt des Geschlechts­verkehrs, da die Portiokappe ca. 3 Wochen liegen bleibt.
    - Auch die Portiokappe bietet einen gewissen Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten.

    Nachteile
    - Bei ca. der Hälfte der Frauen muss die Einlage durch den Arzt erfolgen.
    - Mit einem Pearl-Index von 7 ist diese Methode relativ unsicher.

    Kondom
    Es verhindert den Kontakt von Samenzellen und Eizelle. Weiter schützt es vor sexuell übertragbaren Erkrankungen. Richtig angewendet, ist das Kondom ein sehr sicheres Verhütungsmittel.

    Vorteile
    Es besteht ein hoher Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten.

    Nachteile
    - Das Kondom kann unter Umständen reißen.
    - Anwendung während des Geschlechtsaktes wird als störend empfunden.
    - Beim Mann kann das sexuelle Empfinden gestört sein.

    Diaphragma
    Es wird von der Frau vor dem Geschlechtsakt in die Scheide eingeführt. Das Eindringen von Spermien in die Gebärmutter wird verhindert.

    Vorteile
    - Das Diaphragma braucht nur benutzt zu werden, wenn wirklich Schutz notwendig ist.
    - Es besteht kein gesundheitliches Risiko, außer eventuell allergischen Reaktionen auf die spermizide Creme.

    Nachteile
    - Sie müssen vor dem regelmäßigen Benutzen des Diaphragmas erst die Technik des Einsetzens erlernen.
    - In seltenen Fällen kann es zu vermehrten Harnwegs­infekten oder zur Hämorrhoiden­bildung kommen.
    - Verwendung möglichst mit anderen Barriere­methoden. Alleine bietet das Diaphragma keine sichere Verhütung.

  • Natürliche Verhütungsmaßnahmen

    Diese Verhütungsmethoden verfügen nur über eine geringe Sicherheit. Die Grundlage dieser natürlichen Verhütungsmaßnahmen ist das Verständnis des weiblichen Monatszyklusses .

    Allgemein
    Voraussetzung ist ein regelmäßiger gleichförmiger Zyklus. In Ihrem normalen Zyklus gibt es nur einige Tage an denen Sie empfängnisbereit ist.

    Das Zählen Ihrer Zyklustage beginnt am ersten Tag der Regel (1. Zyklustag). Bei einem normalen 28-Tages-Zyklus haben Sie am 14. Tag ihren Eisprung. An den Tagen um den Eisprung herum sind Sie empfängnisbereit. Das männliche Spermium ist mehrere Tage befruchtungsfähig. So beginnt Ihre fruchtbare Zeit bereits 4-5 Tage vor dem Eisprung am 9. Zyklustag. Das weibliche Ei hat eine Überlebensdauer von ca. 12-24 Stunden. Daher bleibt Sie nach dem Eisprung noch 1-2 Tage empfängnisbereit.

    Basal­temperatur­methode

    1-2 Tage nach dem Eisprung zeigt sich bei Ihnen eine leichte Temperaturerhöhung.

    Die Messung muss unter gleichen Bedingungen stattfinden. Sie messen täglich morgens vor dem Aufstehen zur gleichen Zeit nach einer mindesten 6-stündigen Schlafphase die Körpertemperatur unter der Zunge oder im After. Diese liegt bis zum Eisprung normalerweise zwischen 36,5° C und 37,0°C. Sobald die Temperatur ca. am 14.-15. Zyklustag angestiegen ist, beginnt die sicher unfruchtbare Zyklusphase. Die Messungen sind sehr empfindlich. Infektions­krankheiten, Alkohol­genuss usw. können die Messung verfälschen.

    An den ersten 9 Zyklustagen sind Sie wahrscheinlich unfruchtbar.

    Diese Methode setzt einen regelmäßigen Zyklus voraus, am besten einen 28-Tages-Zyklus. Ist der regelmäßige Zyklus länger oder kürzer (z.B. bei einem 26- oder 30-Tageszyklus) verlängert oder verkürzt sich die Zeit bis zum Eisprung entsprechend ( z.B. bei einem 26-Tages-Zyklus beginnt die fruchtbare Zeit am 7. Tag und der Eisprung findet am 12. Tag statt.). Die Zeit nach dem Eisprung bis zur nächsten Blutung (Corpus-luteum-phase) ist immer gleich lang, nämlich 14 Tage.

    Zeitwahl-Methode nach Knaus-Ogino

    Bei der Zeitwahlmethode nach Knaus-Ogino beschränken Sie den sexuellen Verkehr auf die unfruchtbaren Tage. Auch das setzt einen stabilen Zyklus von 28 Tagen voraus. Dabei geht man davon aus, dass nur zwischen dem 9. und dem 17. Zyklustag mit einer Empfängnis zu rechnen ist. Die Tage davor und danach gelten als unfruchtbar.

    Der Pearl-Index bei alleiniger Anwendung dieser Methode liegt bei 14-35.

    Billings-Methode

    Der Billings-Methode liegt das Prinzip der Selbstbeobachtung mit Beobachtung des Zervikalschleimes zugrunde. Der Zervikalschleim verändert sich unter hormonellem Einfluss vor dem Eisprung: Der Schleim wird mehr, ist wässriger, klarer und spinnbarer. In dieser Zeit ist sexuelle Abstinenz geboten.

    Der Pearl-Index dieser Methode liegt bei ca. 15.

    Sie können diese Methoden kombinieren. Die Zuverlässigkeit erhöht sich.

  • Pille danach = Postkoitale Verhütung

    Diese Verhütungsmethode ist ein hochdosiertes Hormonpräparat, das die Einnistung einer möglicher­weise befruchteten Eizelle verhindern soll. Das bedeutet, dass die Anwendung erst nach ungeschütztem Verkehr stattfindet.

    Die "Pille danach" ist verschreibungspflichtig. Da die Hormone hochdosiert sind, kann es zu Neben­wirkungen wie Übelkeit und Erbrechen kommen. Einige Tage nach der Einnahme blutet die Gebärmutter­schleimhaut ab, und ein neuer Zyklus beginnt.
    Die "Pille danach" ist kein regelmäßig zu benutzendes Verhütungs­mittel. Es ist eine "Notlösung" bei ungeschütztem Verkehr zum einem Zeitpunkt, an dem die Frau einen Eisprung haben könnte.

    Wichtig
    Bei ungeschütztem Verkehr muss immer mit sexuell über­trag­baren Erkrankungen gerechnet werden.

Weitere Informationen

Verhütung - Gesamtüberblick.pdf
 
Informationsbroschüre GOLDLUNA
hormonfreies Intrauterinpessar (IUP)

 
 
Internetseiten:
GyneFix® - www.verhueten-gynefix.de
GOLDLUNA - www.goldluna.de
 
 
Hinweis:
Auf Wunsch bieten wir Ihnen – in Kooperation mit dem Anästhesieteam Südwest - die Einlage Ihrer Spirale auch in Narkose an.

Dr. Schmid und Partner / 70839 Gerlingen, Kirchstraße 3, Tel. 07156 - 178039-0 / 71229 Leonberg, Graf Ulrichstr. 6, Tel. 07152 - 22073 / 70435 Zuffenhausen, Elsässer Straße 3, Tel. 0711 - 872020 / 70191 Stuttgart-Nord, Friedrich-Ebert-Straße 44, Tel. 0711 - 2566713 / 70173 Stuttgart-Mitte, Hirschstr. 31, Tel. 0711 - 210220
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