PAP und HPV

Wir gehen davon aus, dass die meisten Besucherinnen dieser Seite Probleme mit Ihrem Pap-Abstrich haben.  Als Patientin unserer Praxis können Sie unser Ärzte-Team gerne kontaktieren.  Hier wollen wir Ihnen die Möglichkeit bieten sich selbst in Ruhe über den PAP-Abstrich und die HP-Viren zu informieren.
In unserer  täglichen Praxisroutine haben wir sehr häufig mit PAP-Veränderungen zu tun. Es handelt sich um  Auffälligkeiten des Muttermundabstrich, welche in den meisten Fällen unproblematisch sind. Es sind gutartige Befunde.

Bitte nehmen Sie sich die Zeit und verschaffen Sie sich einen Überblick.

Warum können wir uns mit den Kontrolluntersuchungen bis zu 3 bis 6 Monate Zeit lassen?
Veränderungen des Gebärmutterhalses entwickeln sich sehr langsam. Auf den folgenden Seiten, werden Sie erfahren, dass mit etwas Geduld die momentan beunruhigenden Befunde wieder verschwinden.
 
Wichtig: Unsere Informationen können nur einen groben Überblick verschaffen und enthalten keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie ersetze keinesfalls das persönliche Gespräch mit dem Arzt.

  • Einleitung HPViren und PAP-Abstriche

    Die Früherkennung und Frühbehandlung bieten sehr gute Möglichkeiten Gebärmutterhalskrebs zu umgehen. Das Ziel der Früherkennung ist es Veränderungen zu erkennen bevor sich eine Bösartigkeit entwickeln kann. Jede Frau in Deutschland ab 20 Jahren kann einmal im Jahr zur „Krebsvorsorge“ gehen. Im Rahmen diese Krebsvorsorge werden eventuelle Veränderungen erkannt und falls nötig behandelt. Frauen, die regelmäßig zur Früherkennung gehen, erkranken seltener an diesem bösartigen Tumor.

    Trotzdem gab es im Jahr 2010 in Deutschland 4.700 Neuerkrankungen. Insgesamt sterben in Deutschland derzeit 1.500 bis 1.600 Frauen jährlich an den Folgen von Gebärmutterhalskrebs. Diese Schicksale ließen sich vermeiden, würden mehr Frauen und Mädchen die heute vorhandenen Angebote zur Früherkennung und Vorbeugung wahrnehmen. Schicken Sie also auch Ihre Mutter, Ihre Tochter, Ihre Freundin, Ihre Arbeitskollegin, die Nachbarin ... zur VORSORGEUNTERSUCHUNG!

    Zusammenhang zwischen HPViren und Gebärmutterhalskrebs

    Das Thema HPViren und PAP-Abstriche ist eng miteinander verbunden. Diese führt zu Missverständnissen. Wir wollen Ihnen hier grob darlegen wie die Verbindung ist.

    HPViren werden durch Geschlechtsverkehr übertragen. Es gibt viele verschiedene HPViren. Die Einteilung erfolgt in Hochrisiko- und Niedrigrisiko-Typen. Eine andauernde (chronische) Infektion mit Hochrisiko HPViren ist die Ausgangssituation für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs. Diese Entdeckung wurde 2008 mit der Vergabe des Medizin-Nobelpreises an Prof. Harald zur Hausen gewürdigt. Zirka drei Viertel aller Frauen und Männer kommen im Laufe ihres Lebens mit Humanen Papillomviren in Kontakt. Das HPVirus wird in den meisten Fällen durch die Körperabwehr zerstört. Die Infektion klingt ohne Gesundheitsrisiken wieder ab. Gelingt es dem befallen Körper jedoch nicht das HPVirus zu eliminieren entsteht eine chronische Infektion. Durch diese Infektion entwickeln sich Veränderungen am Gebärmuttermund. Die Veränderungen der Zellen werden durch die PAP-Klassifikation erfasst.

    HPV-Test: der molekulare Nachweis von Papillomviren

    Das Testverfahren identifiziert einen Befall mit Papillomviren sehr zuverlässig. Fällt der Test auf HPViren positiv aus – wird das Erbgut der Viren in Zellen der Gebärmutterhalsschleimhaut nachgewiesen – das bedeutet, dass zum Zeitpunkt der Untersuchung eine Infektion mit Humanen Papillomviren besteht. Eine Aussage darüber, ob es sich um eine vorübergehende und deshalb harmlose oder um eine anhaltend bestehende und damit unter Umständen bedenklichere Infektion handelt, lässt ein einmaliger Test nicht zu. Er muss deshalb in der Regel nach 6 bis 18 Monaten wiederholt werden. Wichtig: Ein positiver HPV-Test sagt auch nichts darüber aus, ob eine Vorstufe oder Krebs vorliegen – er weist lediglich die Virus-Infektion nach. Dauer der Infektion und Virustyp Infektionen mit HPViren sind sehr häufig. Leider stecken sich viele Frauen und Männer im Laufe ihres Lebens mit HP-Viren an. Bei den meisten heilt die Infektion jedoch aus und bleibt so folgenlos. Gefährlich ist es, wenn sich Hochrisiko-Typen dauerhaft in menschlichen Zellen einnisten, kann auf diesem Weg über Vorstufen Krebs entstehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass bei einer Frau, die anhaltend mit einem Hochrisikovirustyp infiziert ist, innerhalb von zehn Jahren höhergradige Gewebeveränderungen entstehen, wird in der Fachliteratur mit Werten zwischen 13 und 50 Prozent angegeben – also in 13 bis 50 von 100 Fällen.

    Übersicht Kostenerstattung HPV-Test

    Im Rahmen der jährlichen Krebsvorsorge können wir unseren gesetzlich versicherten Patientinnen den HPV-Test bisher nur als Wunschleistung anbieten. Die Testkosten (ca. 50 Euro) müssen Sie in diesem Fall selbst bezahlen. Private Krankenkassen übernehmen in der Regel in der Routine-Früherkennung die Kosten für den HPV-Test. Wir führen den HPV-Test bei allen privat versicherten Patientinnen unserer Praxis routinemäßig durch.

    Bei auffälligen PAP-Befunden empfehlen wir die verbesserten diagnostischen Möglichkeiten des Thin Prep nutzen zu lassen.

    Weitere Informationen finden Sie auch unter: www.zervita.de

  • PAP-Abstrich

    Der Pap-Test wurde  im Jahr 1928 entwickelt. Der Entwickler war der griechischen Arzt George Papanicolaou. Es werden gefärbte Zellabstrichen vom Muttermund der Frau untersucht und
    dient der Früherkennung von Veränderungen. Es kann zwischen gutartigen Veränderungen, Krebsvorstufen unterschiedlicher Schweregrade und Krebs zu unterscheiden. Die Einteilung der
    Befund erfolgt über die Pap-Klassifikation. Die am häufigsten gefunden Befunde sind PAP II. Der PAP-Test ist zentraler Bestandteil der frauenärztlichen Vorsorgeuntersuchung.

    Im gefärbten Abstrich werden mikroskopisch die Zellen beurteilen. Beurteilbar sind:

    - Hormonstatus
    - Zyklus-Phase
    - Entzündungen
    - Krebsvorstufen
    - Gebärmutterhalskerbs  

    Ein regelmäßiger PAP-Abstrich ist wichtig zur Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs. Zellveränderungen  am Gebärmuttermund/-hals laufen ohne Symptome oder Schmerzen ab. Wenn diese nicht erkannt
    und behandelt werden, kann sich daraus, Krebs entwickeln. Durch den regelmäßigen  Krebsabstrich beteiligen Sie sich aktiv an der Aufrechterhaltung Ihrer Gesundheit.

    Wichtig: Unsere Informationen können nur einen groben Überblick verschaffen und enthalten keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie ersetze keinesfalls das persönliche Gespräch mit dem Arzt.

  • Klassifikation nach Papanicolaou

    Pap-Test: Klassifikation nach Papanicolaou
    Die Abstrichdiagnostik nach PAP dient der Früherkennung von Auffälligkeiten des Muttermundes. Das vom Muttermund entnommene Probenmaterial wird auf verschiedenen Arten eingefärbt (PAP-Abstrich). Anschließend werden die Zellen unter dem Mikroskop beurteil. Die PAP-Abstriche werden anhand einer Skala beurteilt, die sich „PAP-Einteilung nach der Münchner Nomenklatur III“ nennt.
    Die klassische medizinische Einteilung wird hier, zum besseren Verständnis, von mir leicht vereinfacht.  Die vereinfachte Einteilung soll Ihnen zur Orientierung dienen.  

    PAP-Einteilung nach der Münchner Nomenklatur III:

    PAP 0 Der Abstrich ist nicht auswertbar z.B. kein Zellmaterial
    PAP I
    Unauffälliger Befund Wiederholung in einem Jahr
    PAP II
    (a,p,g,e)
    Wahrscheinlich unauffälliger Befund eine Wiederholung (meistens nach 6 Monaten) ist ratsam
    PAP IIID
    (1,2)

    PAP III
    (p,g,e,x)
    Auffälliger Befund, leichte bis mittelgradige Veränderung, die sich in den meisten Fällen von alleine zurückbilden Eine Kontrolle ist ratsam (Nach 3-4 Monaten, manchmal bereits nach 4 Wochen)
    PAP IVa und IVb
    (p,g)
    Es liegt vermutlich eine schwere Veränderung vor Kontrolle nach spätestens 12 Wochen oder Entnahme einer Gewebeprobe
    PAP V
    (p,g,e,x)
    Es liegt vermutlich eine sehr schwere Veränderung vor Entnahme einer Gewebeprobe mit anschließender Operation am Gebärmuttermund.

     

    Die Gebärmutterhalskrebsentstehung kann durch einen jährlichen Zellabstrich (PAP-Abstrich) vom Muttermund verhindert werden!

    Wichtig: Unsere Informationen können nur einen groben Überblick verschaffen und enthalten keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie ersetze keinesfalls das persönliche Gespräch mit dem Arzt.

  • Der ThinPrep® Pap Test

    Papanicolaou-Test (Pap Test):

    Der Krebsabstrich oder Pap Test ist ein Vorsorgetest. Mit diesem Test können Anzeichen von Gebärmutterhalskrebs oder Zellen, die Veränderungen zeigen, frühzeitig entdeckt werden. (vgl. PAP-Klassifikationen)

    Können PAP-Krebsabstriche noch verbessert werden?
    Ja. Es kann vorkommen, dass sich Zellen in verschiedener Dicke auf den Objektträger aufgetragen werden, dass sich zu viele Zellen auf einer Stelle befinden, und oder dass sie sich überlappen. Die Beurteilbarkeit der Zellen ist verschlechtert. Beim Thin Prep werden die Zellen mit einem Bürstchen entnommen. Die Zellen werden in einer Konservierungslösung aufbewahrt. Die in der  Lösung enthaltenen Zellen können exakt untersucht werden. Ohne Überlagerungen und ähnliche Probleme. Der ThinPrep Test wurde entwickelt, um die beim herkömmlichen Krebsabstrich auftretenden Probleme zu verringern. Weltweite Studien haben gezeigt, dass der ThinPrep Test genauere Angaben zulässt, als der herkömmliche Abstrich.


    Der ThinPrep- Test ist eine Verbesserung des Krebsabstriches seit seiner Einführung vor 50 Jahren. Mit diesem  Test können Sie die Resultate Ihrer Vorsorgeuntersuchung als verläßlicher ansehen.


    Im Rahmen der jährlichen Krebsvorsorge können wir unseren gesetzlich versicherten Frauen den ThinPrep-Test bisher nur als Wunschleistung anbieten.  Die Testkosten (ca. 40 Euro) müssen Sie in diesem Fall selbst bezahlen. Private Krankenkassen übernehmen in der Regel in der Routine-Früherkennung die Kosten für den ThinPrep-Test. Wir führen den HPV-Test bei allen privat versicherten Patientinnen unserer Praxis routinemäßig durch.
     

    Wichtig: Unsere Informationen können nur einen groben Überblick verschaffen und enthalten keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie ersetze keinesfalls das persönliche Gespräch mit dem Arzt.

  • Was kann ich gegen einen auffälligen Pap-Abstrich machen?

    Wichtig!

    Es fängt im Alltag an. Achten Sie auf einen gesunden Lebenswandel (Verzicht auf Tabak, Alkohol, UV-Strahlen) und gehen Sie regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung. Es gibt leider keine expliziten Studien zur medikamentösen Therapie eines Auffälligen PAP-Befundes. Wir wollen Ihnen jedoch die Möglichkeit bieten, auf Grund von Beobachtungen, aktiv die Besserung des PAP-Befundes herbei zuführen.

    Es gibt erste Erfahrungsberichte, u.a. von Prof Petersen Uni Freiburg, der in einigen Fällen viel versprechende Ergebnisse verzeichnen konnte. (1).

    Zusätzlich gibt es eine Reihe von Hinweisen, dass niedrige Vitamin  C-Konzentrationen mit einen höheren Risiko für PAP-Veränderungen einhergehen (2;3). Ein Vitamin C-Einsatz könnte daher einen positiven Effekt bedeuten.

    Weiterhin ist bekannt, dass Vitamin C im Bereich der Krebsprävention/-Bekämpfung durch die Stabilisierung des Protein p 53 zu einer verbesserten Vernichtung von Erkrankten Zellen beiträgt (4) und daher ein Therapieversuch in Betracht gezogen werden kann.

    Wir empfehlen Ihnen,
    entsprechend der oben beschriebenen Datenlagen als therapeutischen Ansatz drei Säulen, die zusammen eine Unterstützung zur Verbesserung von auffälligen PAP-Abstrichen darstellen können. Bitte beachten Sie, dass die Anwendung der Medikamente teilweise off label ist. Das bedeutet, dass  das Präparat keine Studie zur der Anwendung besitzt sondern anhand von Beobachtungen empfohlen wird.

    Säule 1: Direkte Wirkung am Gebärmutterhals: Wir empfehlen die lokale Anwendung vaginaler Zäpfchen. (1.) z.B. www.tauruspharma.de. Bitte wenden Sie diese zwei-dreimal pro Woche bis zum Kontrolltermin an.

    Säule 2: Bitte informieren Sie sich zu virostatischen Tees

    Säule 3: Die Erhöhung der Vitaminkonzentrationen durch eine Vitaminsubstitution. Hier ist besonders Vit C wichtig.

    Sie können uns zu dieser Thematik gerne in unseren Sprechstunden beraten lassen.

    Wichtig: Unsere Informationen können nur einen groben Überblick verschaffen und enthalten keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie ersetze keinesfalls das persönliche Gespräch mit dem Arzt.


    (1.) Petersen,E: Der Besondere Vagi-C Fall: Papillome Service-Karte Taurus Pharma 2005
    (2.) Wassertheil-Smoller S ; Romney SL et al. :  Dietary Vitamin C and uterine cervical dysplasia; American Journal of Epidemiology 1981; 114(5):714-24
    (3.) Romney SL; Duttagupta C et al.: Plasma Vitamin C and Uterine cervical dysplasia. Am J obstet Gynecol. 1985 Apr 1; 151(7):976-80
    (4.) Reddy VG, Khanna N Singh N: Vitamin C augments Chemotherapeutic Response of Cervical Carcinoma HeLa Cells by Stabilizing P53; Biochemical and Biophysical Research Communications Vol 282; Issue 2, 30 March 2001, Pages 409-415
    (5.) SmitaM et al. Oxidative stress and antioxidant status in cervical Cancer patients; Indian Journal of Clinical Biochemistry, 2007/22(2) 140-144

  • Impfstoffe gegen HPV 16 und HPV 18

    Es gibt Impfstoffe gegen die Hauptverursacher von Gebärmutterhalkrebs, die Humanen Papillomviren HPV 16 und 18. Die Ständige Impfkommission hat im März 2007 eine Empfehlung für die Impfung gegen Humane Papillomviren für Mädchen von 12 bis 17 Jahren ausgesprochen. Nur durch diese Impfung kann der Erkrankung wirksam vorgebeugt werden.

    Allerdings bleibt die Früherkennungsuntersuchung auch für geimpfte Frauen wichtig. Denn die HPV-Impfung deckt nicht alle Krebs auslösenden Viren ab.

    Wichtig: Unsere Informationen können nur einen groben Überblick verschaffen und enthalten keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie ersetze keinesfalls das persönliche Gespräch mit dem Arzt.

    Leseempfehlungen

    Die HPV-Impfung (gynäkol.praxis 38/2014)

    Deutliche Reduktion höhergradiger CIN-Läsionen durch HPV-Impfung (gynäkologie+geburtshilfe 2014/19)

Spezielle Leistungen

Um Ihnen eine optimale medizinische Sicherheit zu gewährleisten, haben wir unser Angebot um spezielle Leistungen erweitert. Es gibt neue, moderne, höchst zuverlässige Diagnose- und Therapie­verfahren, die Ihnen über das normale Maß hinaus Sicherheit vermitteln.

Viele dieser Leistungen sind leider nicht durch die gesetzlichen Krankenkassen abgedeckt. Die Kosten für diese, über die herkömmlichen Verfahren hinausgehenden, Diagnose­verfahren werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen.

Wir bieten Ihnen diese Leistungen als individuelle Wunschleistungen an. Die Abrechnung der Leistungen erfolgt entsprechend der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) von 1996.

Kassenleistungen

Wir bieten Ihnen alle regulären Kassenleistungen in unserer Praxis an. Unser Leistungsangebot umspannt alle aktuellen Untersuchungs- und Therapie­verfahren in der Frauenheilkunde und alle aktuellen schwangerschafts­betreuenden Untersuchungs- und Therapieverfahren.

Dr. Schmid und Partner / 70839 Gerlingen, Kirchstraße 3, Tel. 07156 - 178039-0 / 71229 Leonberg, Graf Ulrichstr. 6, Tel. 07152 - 22073 / 70435 Zuffenhausen, Elsässer Straße 3, Tel. 0711 - 872020 / 70191 Stuttgart-Nord, Friedrich-Ebert-Straße 44, Tel. 0711 - 2566713 / 70173 Stuttgart-Mitte, Hirschstr. 31, Tel. 0711 - 210220
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